Wir Wildschweine bedanken uns - Kreisjägerschaft Hagen e.V.

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Wir Wildschweine bedanken uns

Jagd-Fakten


Wir Wildschweine bedanken uns für Nahrung und Unterkunft.

Bereits auf einem Viertel der deutschen Felder werden nachwachsende Rohstoffe wie Mais oder Raps angebaut – ideale Lebensbedingungen für Wildschweine. Ohne Jäger könnten die Allesfresser ihren Bestand pro Jahr vervierfachen und enorme Schäden anrichten.

Jagd ist notwendig, denn zu hohe Wildbestände verursachen wirtschaftliche Schäden in der Land- und Forstwirtschaft, die gesellschaftlich nicht akzeptiert sind. Leben viele Tiere einer Art auf engstem Raum – also wenn die Kapazitätsgrenze des Lebensraumes nahezu erreicht ist – haben zudem Krankheitserreger, wie Tollwut und Schweinepest, leichtes Spiel und dezimieren den Bestand. Die Gefahr von Seuchenzügen nimmt zu, was ebenfalls gesellschaftlich nicht erwünscht ist. Denn viele Erreger wie Tollwut oder Fuchsbandwurm sind auch für den Menschen gefährlich.

Mehr Nahrung, mehr Wildtiere
Wildbestände erhöhen sich auf gleich bleibend großer Fläche, wenn das Nahrungsangebot für Wildtierarten größer wird. Mit der steigenden Lebensraumkapazität erhöht sich dann auch der Jagderfolg. Aktuell geschieht das durch im Aufbau befindliche strukturreiche Mischwälder oder häufigere Baummasten durch vom Menschen verursachten, steigenden Stickstoff- und Kohlendioxideintrag. Milde Winter infolge des Klimawandels verhindern eine natürliche Auslese. Ein größeres Nahrungsangebot durch veränderte Anbauweise in der Agrarlandschaft – etwa ein Viertel Deutschlands sind inzwischen nur mit Mais, Raps und Weizen bepflanzt, bietet für anpassungsfähige Tierarten ideale Lebensbedingungen. Nach Angaben des Johann Heinrich von Thünen-Instituts (TI), Eberswalde, hat der Mensch durch sein Wirken den Lebensraum allein für das Wildschwein in den letzten 40 Jahren verdreifacht. Wenn sich Wildtiere stärker vermehren, können – und müssen – Jäger auch mehr erlegen. Nicht umgekehrt.



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