Wende auf dem Landesjägertag in Gütersloh - Kreisjägerschaft Hagen e.V.

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Wende auf dem Landesjägertag in Gütersloh

Aktuelles

Laschet kündigt Verbesserungen im Landesjagdgesetz und eine Politik des Dialogs auf Augenhähe für den ländlichen Raum an
    

Armin  Laschet, CDU-Parteivorsitzender und designierter NRW-Ministerpräsident,  kündigte auf dem Landesjägertag am 10. Juni in Gütersloh neben einer  inhaltlichen Überarbeitung des NRW-Landesjagdgesetzes  auch eine neue Dialogkultur gegenüber dem gesamten ländlichen Raum an.

Laschet  hob die Leistungen der Jäger für die Gesellschaft, den Natur- und  Artenschutz und die Bedeutung der Jagd als Kulturgut hervor. Er betonte  aber zugleich die Aufgabe der Politik, dieses  Engagement zu würdigen und hinreichend zu fördern, anstatt den Versuch  zu unternehmen, die Jäger ins gesellschaftliche Abseits stellen zu  wollen, wie dies in der jüngeren Vergangenheit geschehen sei.
Ralph-Müller  Schallenberg, Präsident des Landesjagdverbandes NRW, betonte, dass bei  der anstehenden Gesetzesnovelle nicht die Rückkehr zu Altem, sondern die  Hinwendung zum Guten und die Zukunftsfähigkeit  der Jagd im Vordergrund stehen müssen. „Jetzt besteht die Chance, zu  einem modernen Jagdgesetz und zu weiteren neuen Gesetzen für den  ländlichen Raum zu kommen – und zwar nicht gegen die Hauptbetroffenen,  sondern mit ihnen. Wir arbeiten dafür, dass es weitergeht  und wie es weitergeht.“

Johannes  Röring MdB, Präsident des Westfälisch-Lippischen  Landwirtschaftsverbandes ging in seiner Festrede ebenfalls auf die  Hoffnungen ein, die der ländliche Raum mit dem Wahlergebnis vom 14.  Mai 2017 verbindet.
Im  Rahmen des Landesjägertages erhielt der Hegering Vlotho aus der  Kreisjägerschaft Herford den Biotophegepreis der Wildtier- und  Biotopschutz-Stiftung NRW für die Gründung des „Vlothoer Forums  Natur“.
Den  Lernort-Natur-Preis der Wildtier- und Biotopschutz-Stiftung NRW erhielt  die Kreisjägerschaft Essen für ihr Projekt Lernort Natur in der  Kreisjägerschaft Essen.
Beide Preise sind mit jeweils 2000,- Euro dotiert.

Mit  mehr als 1000 Teilnehmern war der Landesjägertag 2017 bestens besucht.  Hinzu kamen zahlreiche Schaulustige auf den Jägermarkt vor der  Stadthalle Gütersloh. Dort informierten Jäger, Falkner,  Landwirte und auch Köche über die Jagd, Jäger, die Jägerinitiative  Lernort Natur sowie das leckere Produkt der Jagd, Wildbret.
Musikalisch umrahmt wurden der Landesjägertag und der vorgelagerte Jägermarkt von über 100 Jagdhornbläsern.
Seine  Forderungen an ein modernes und zukunftsfähiges Landesjagdgesetz hatte  der Landesjagdverband NRW bereits mit seiner „Volksinitiative für ein  ideologiefreies, praxisgerechtes Jagdrecht in  NRW“ benannt. Im Einzelnen sind dies:
-  Ausdehnung der Hegepflicht und des Aneignungsrechtes durch  Wiederherstellung des jagdrechtlichen Tierartenkatalogs auf alle  heimischen Tierarten im Sinne von § 2 Abs. 1 BJG
- Angemessene Jagdzeiten auf nicht im Bestand bedrohte Wildarten
- Erleichterung von Schonzeitaufhebungen zur Vermeidung übermäßiger Wildschäden
-  Sicherstellung einer flächendeckenden Bejagungsmöglichkeit,  Jagdbeschränkungen und Jagdverbote (auch in Schutzgebieten) müssen die  Ausnahme bleiben
- Stärkung des Jagdschutzes
-  Verbesserung des Wildschutzes und des Schutzes von Bodenbrütern durch  praxisgerechte Regelungen zur Fang- und Baujagd sowie zur  Prädatorenbejagung
- Wiedereinführung praxis- und tierschutzgerechter Regelungen zum Füttern und Kirren von Wild
- Tierschutzgerechte Regelungen zur Ausbildung von Jagdhunden, die sich am Einsatz der Hunde in der Jagdpraxis orientieren
- Wirksamer rechtlicher Schutz aller jagdlichen Einrichtungen vor widerrechtlicher Benutzung und vor Beschädigung
-  Stärkung der an demokratischen Grundsätzen ausgerichteten Mitwirkungs-  und Mitbestimmungsrechte der Jagdrechtsinhaber und Jäger bei  jagdbehördlichen Entscheidungen
- Unverzügliche Abschaffung der Jagdabgabepflicht für alle Jagdscheininhaber
-  Strikte Trennung der Rechtskreise Jagdrecht und Naturschutzrecht, unter  anderem durch Aufnahme einer umfassenden Unberührtheitsklausel im  Landesnaturschutzgesetz


Gütersloh, 10. Juni 2017
Quelle: LJV

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