Weisheiten - Kreisjägerschaft Hagen e.V.

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Weisheiten


Das ist des Jägers Ehrenschild,
das er hegt und schützt sein Wild,
Waidmännisch jagt wie sich's gehört,
den Schöpfer im Geschöpfe ehrt.


Nicht das, was einer niederlegt,
nur was dabei sein Herz bewegt,
nur was er fühlt bei jedem Stück,
das ist das wahre Jägerglück.

Wen nicht die Sehnsucht treibt,
wer`s nicht im Blute spürt,
der soll die Hand vom edlen Waidwerk lassen.
Denn was den Waidmann an der Seele rührt,
lässt sich nur fühlen, aber nicht in Worte fassen.



Des Waidmanns Ursprung liegt entfernt
– dem Paradiese nah,
da war kein Kaufmann, kein Soldat, kein Arzt,
kein Pfaff, kein Advokat, doch Jäger waren da!


        

Was die Liebe alles kann,
macht blind und taub den Auerhahn
und selbst den wildesten Waidmann
zum allergehorsamsten Untertan.


Wer Bücher kauft und nicht liest,
bei Tische sitzt und nicht isst,
auf die Jagd geht und nicht schießt,
der ist ein Narr, dass ihrs wisst.  


Besseres kann kein Volk vererben,
Als der eigenen Väter Brauch.
Wenn des Volkes Bräuche sterben,
Stirbt des Volkes Seele auch.    


Achte des Waidmanns heilig Gebot:
Was man nicht kennt,
das schießt man nicht tot!



Der Frühling mit Mai und mit Rosen
ist für Weiber, Poeten und Franzosen;
September, Oktober mit herbstlichem Wind
dem deutschen Jäger der Frühling sind.


     

Ist die Kugel aus dem Lauf,
hält kein Teufel sie mehr auf.


Ihr glaubt der Jäger sei ein Sünder,
weil selten er zur Kirche geht.
Im grünen Wald, ein Blick zum Himmel,
ist besser als ein falsch Gebet.



Denn was ein rechter Jäger ist,
der hat auch seine Zeichen,
er senkt´s Gewehr vor manchem Wild,
wenn er´s auch könnt erreichen.


Und wenn es nicht ums Jagen wär,
als früh im Wald zu streifen,
zu hören wie der Kuckuck ruft
und wie die Finken pfeifen.
Den Schwätzern aus dem Weg zu gehen,
und keine Narren mehr zu sehn,
es wäre genug der Lust dabei,
zum Lob der Jägerei!

Ein Jäger, der kein Brauchtum pflegt
das Wild nicht füttert und nicht hegt,
der nur zum schießen ist im Wald,
nicht richtig anspricht eh'es knallt,
gewissenlos lässt Nachsuchen sein,
gibt besser ab den Jägerschein.
Wer sinnvoll Flint' und Büchs' benützt
das edle Stück vorm Raubzeug schützt,
dem Wilderer das Handwerk legt und
stehts nach bestem Vorbild hegt,
das Wild vorm Hungerstod bewahrt;
der lebt nach rechter Waidmannsart.

Jeder, der ein Jäger ist, hat in seinem Leben
manchen Schuß mit sichrer Hand
schon aufs Blatt gegeben.
Aber dennoch ist es wahr, klingt´s auch übertrieben:
Oft der Schuß der beste war, der im Lauf geblieben.

Das Schießen allein macht den Jäger nicht aus.
Wer weiter nichts kann, bleibe besser zu Haus.
Doch wer sich ergötzet an Wild und an Wald,
auch wenn es nicht blitzet
und wenn es nicht knallt.
Und wer noch hinaussieht zur jagdlosen Zeit,
wenn Heide und Holz sind vereist und verschneit,
wenn mager die Äsung und bitter die Not
und hinter dem Wilde ein herschleicht der Tod
und wer ihm dann wehret, ist Waidmann allein,
der Heger, der Pfleger kann Jäger nur sein.


© Kreisjägerschaft Hagen e.V. 2014

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