Die jagdpolitische Wende in NRW setzt sich beim Fuchs weiter fort - Kreisjägerschaft Hagen e.V.

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Die jagdpolitische Wende in NRW setzt sich beim Fuchs weiter fort

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Die jagdpolitische Wende in NRW setzt sich beim Fuchs weiter fort

Jagd  am Kunstbau wird im ganzen Land wieder erlaubt werden – Ministerium  mahnt intensive Bejagung von Beutegreifern zum Schutz der Tierwelt  an

Die  jagdpolitische Wende in Nordrhein-Westfalen nimmt schon weiter Gestalt  an, bevor die von der neuen Landesregierung angekündigten und  notwendigen gesetzlichen Regelungen nach den erforderlichen Beratungen  durch den Landtag verabschiedet werden können. Das Landesministerium für Umwelt, Landwirtschaft,  Natur- und Verbraucherschutz hat in einer dienstlichen Mitteilung vom  17. Oktober alle Unteren Jagdbehörden der Kreise und kreisfreien Städte  Nordrhein-Westfalens  aufgefordert, in deren jeweiligen Zuständigkeitsgebieten die Jagd auf  den Fuchs im Kunstbau zu erlauben.
 
„Das  Jagdrecht in Nordrhein-Westfalen wird wieder vom Kopf auf die Füße  gestellt “, sagte dazu Ralph Müller-Schallenberg. Der Präsident  des Landesjagdverbandes zeigte sich einmal mehr überzeugt, dass es in  NRW nach dem Regierungswechsel insgesamt zu einer modernen und  sachgerechten Jagdgesetzgebung mit den Hauptbetroffenen und nicht gegen  sie kommen werde.

Die  generell von der Vorgängerregierung verbotene Jagd auf den Fuchs im  Kunstbau war 2015 für zwei Jahre in bestimmten Regionen des Landes  örtlich ermöglicht worden („kartografische Gebietskulisse“). Nun hat  die Forschungsstelle  für Jagdkunde und Wildschadenverhütung die Lage neu bewertet und kommt  zu dem Ergebnis, die Gebietskulisse zum Schutz der Tierwelt auf das  gesamte Landesgebiet  Nordrhein-Westfalens mit Ausnahme befriedeter Bezirke auszuweiten.  Feldhase, Fasan und andere Tierarten gehen demnach im Bestand weiter  zurück, die Fuchsbesätze dagegen haben in den vergangenen Jahren  zugenommen. Das Ministerium hat deshalb die Unteren Jagdbehörden  gebeten, „die Baujagd auf den Fuchs im Kunstbau in Ihrem  Zuständigkeitsgebiet von Amts wegen für fünf Jahre (Jagdjahr 2017/18 bis  2021/22) zu erlauben.“

Zudem  weist die Forschungsstelle nach Angaben des Ministeriums darauf hin,  dass angesichts der prekären Bestandssituation vieler Arten  die Raubwildbejagung auch durch andere Jagdmethoden nicht  vernachlässigt und nicht auf die Fuchsbejagung am Kunstbau fokussiert  werden sollte. „Vielmehr ist es geboten, die Bejagung aller Prädatoren,  die für den Feldhasen und die Bodenbrüter relevant sind,  in ihrer gesamten Bandbreite zu aktivieren“, heißt es aus dem  Ministerium.

Die  Weisung des Ministeriums bezieht sich derzeit ausdrücklich nur auf die  Fuchsjagd im Kunstbau. Nachfragen des LJV haben ergeben, dass  für die Anlage von Kunstbauten auch in bisherigen  Nicht-Kulisse-Gebieten kein Antrag auf Genehmigung erforderlich sein  wird, sondern die Anlage- und Jagderlaubnis auf dem Weg einer  Allgemeinverfügung erteilt werden soll.

20.10.2017
Quelle. LJV NRW e.V.


© Kreisjägerschaft Hagen e.V. 2017


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