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Auch das Landesjagdsetz ist abgewählt worden

Aktuelles

NRW-Jägerpräsident Ralph Müller-Schallenberg zum Ausgang der Landtagswahl

Mit der bisherigen Landesregierung ist auch das Landesjagdgesetz abgewählt worden. Die Wahlgewinner haben sich vor der Wahl klar positioniert, dieses von Anfang an gegen die Hauptgetroffenen gerichtete und missratene Gesetz aufzuheben und von Grund auf zu korrigieren. Dies ist unter Führung des künftigen Ministerpräsidenten Armin Laschet rasch möglich, da dafür von den Wahlgewinnern bereits konkrete Positionen erarbeitet worden sind. Jetzt muss die Chance entschlossen genutzt werden, Schluss zu machen mit einer bevormundenden Politik gegen Land und Leute.
Die Forderungen des Landesjagdverbandes sind mit der von der abgewählten Landtagsmehrheit abgewiesenen „Volksinitiative für ein ideologiefreies, praxisgerechtes Jagdrecht in NRW“ bereits benannt:
·         Ausdehnung der Hegepflicht und des Aneignungsrechtes durch Wiederherstellung des jagdrechtlichen Tierartenkatalogs auf alle heimischen Tierarten im Sinne von § 2 Abs. 1 BJG
·         Angemessene Jagdzeiten auf nicht im Bestand bedrohte Wildarten
·         Erleichterung von Schonzeitaufhebungen zur Vermeidung übermäßiger Wildschäden
·         Sicherstellung einer flächendeckenden Bejagungsmöglichkeit, Jagdbeschränkungen und Jagdverbote (auch in Schutzgebieten) müssen die Ausnahme bleiben
·         Stärkung des Jagdschutzes
·         Verbesserung des Wildschutzes und des Schutzes von Bodenbrütern durch praxisgerechte Regelungen zur Fang- und Baujagd sowie zur Prädatorenbejagung
·         Wiedereinführung praxis- und tierschutzgerechter Regelungen zum Füttern und Kirren von Wild
·         Tierschutzgerechte Regelungen zur Ausbildung von Jagdhunden, die sich am Einsatz der Hunde in der Jagdpraxis orientieren
·         Wirksamer rechtlicher Schutz aller jagdlichen Einrichtungen vor widerrechtlicher Benutzung und vor Beschädigung
·         Stärkung der an demokratischen Grundsätzen ausgerichteten Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrechte der Jagdrechtsinhaber und Jäger bei jagdbehördlichen Entscheidungen
·         Unverzügliche Abschaffung der Jagdabgabepflicht für alle Jagdscheininhaber
·         Strikte Trennung der Rechtskreise Jagdrecht und Naturschutzrecht, unter anderem durch Aufnahme einer umfassenden Unberührtheitsklausel im Landesnaturschutzgesetz

15. Mai 2017
Quelle: LJV NRW


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